Curcumin ist ein sekundärer Pflanzenstoff und wird aus der indischen Gelbwurz (Curcuma longa) gewonnen.¹ Schon seit Jahrhunderten wird Kurkuma für die Behandlung vieler innerer Krankheiten, sowie von Wunden und Ausschlägen verwendet.²  

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Die neuere Forschung hat gezeigt, dass Curcumin antioxidative Eigenschaften hat und zudem antiviral, antibakteriell und gegen Pilzinfektionen wirkt.³ Seine entzündungshemmende Wirkung ist wahrscheinlich auch für seine krebshemmende Wirkung verantwortlich.⁴  

Alleine zur positiven Wirkung des Curcumins auf Krebserkrankungen finden sich inzwischen mehr als 3000 Studien, weswegen der Einsatz therapiebegleitend von der Deutschen Gesellschaft für Onkologie empfohlen wird.⁵ Aber auch zur Krebsprävention zeichnet sich eine positive Wirkung des Curcumins immer deutlicher ab.⁶ Darüber hinaus reduziert Curcumin den Knochenabbau und die Gefäßneubildung, was vor allem bei Diabetes mellitus (proliferative Retinopathie) und Krebs therapeutisch sinnvoll ist.⁷ In Studien konnte durch Curcumin eine deutliche Schmerzreduktion sowie eine Verbesserung der Beweglichkeit gezeigt werden.⁸ Positive Effekte im Sinne einer Reduktion erhöhter Blutfettwerte sowie atherosklerotischer Plaques konnten ebenfalls nachgewiesen werden.⁹  

Da Curcumin nur schwer wasserlöslich ist, ist seine Resorption im Magen-Darm-Trakt gering.¹⁰ Um eine hohe Bio-Verfügbarkeit zu gewährleisten, führen wir Ihnen das Curcumin intravenös zu.¹¹ Hierzu wird die Infusionslösung von einer der wenigen dazu ausgestatteten Apotheken in Deutschland speziell für unsere Praxis hergestellt.  

Wir nutzen Curcumin-Infusionen bei folgenden Indikationen:  

  • antioxidativ (zellschützend) (z. B. antioxidative Effekte auf Lipidperoxidation und freie Radikale: Menon VP, Sudheer AR. Adv Exp Med Biol 2007;595:105‑125)
  • entzündungshemmend und heilungsfördernd (antiinflammatorisch: Jurenka JS. Altern Med Rev 2009;14:141‑153; Wundheilung: Sidhu GS et al., Mol Cell Biochem 1998;181:71‑79)
  • krebshemmende Eigenschaften (präklinische onkologische Daten: Aggarwal BB, Harikumar KB. Int J Biochem Cell Biol 2009;41:40‑59; Phase‑I/II‑Studien z. B. bei kolorektaler Karzinogenese: Cheng AL et al., Anticancer Res 2001;21:2895‑2900)
  • baut das Immunsystem auf bzw. stabilisiert es (immunmodulatorische Effekte: Jagetia GC, Aggarwal BB. J Clin Immunol 2007;27:19‑35)
  • reguliert das Immunsystem bei überschießender Lage (z.B. Autoimmunerkrankungen) (Immunregulation z. B. bei rheumatoider Arthritis: Chandran B, Goel A. Phytother Res 2012;26:1719‑1725)
  • wirkt antibakteriell und pilzhemmend (antibakteriell: Gurjar M et al., Int J Pharm Sci Res 2012;3:151‑156; antifungal: Neelofar K et al., Phytomedicine 2011;18:754‑759)
  • schützt die Nerven (neuroprotektive Effekte u. a. in Tiermodellen neurodegenerativer Erkrankungen: Mythri RB, Bharath MM. Curr Pharm Des 2012;18:91‑99)
  • entgiftende Wirkung auf den gesamten Organismus (induktion von Phase‑II‑Entgiftungsenzymen und Hemmung von Phase‑I‑Enzymen: Iqbal M et al., Pharmacol Toxicol 2003;92:33‑38)
  • leberschützend / leberentgiftend (Hepatoprotektion z. B. bei Toxinexposition: Allameh A et al., Cancer Lett 1989;44:7‑12; Ramanathan A et al., Indian J Med Res 2009;130:689‑698)
  • galletreibend (choleretische Wirkung in Tierstudien: Park EJ, Jeon CH. Food Chem Toxicol 2000;38:667‑671)
  • senkt Blutfette (Cholesterin / Triglyceride) (Lipidsenkung: Chuengsamarn S et al., Diabetes Care 2012;35:2121‑2127; Panahi Y et al., Phytother Res 2014;28:209‑218)
  • senkt den Blutdruck (leichte blutdrucksenkende Effekte in kleineren Studien, z. B. in Kombination mit anderen Maßnahmen: Sahebkar A. Phytother Res 2014;28:159‑168; Datenlage insgesamt noch begrenzt)

Wichtig:
Viele der genannten Effekte sind derzeit vor allem aus Labor‑ und Tierexperimenten oder kleineren Humanstudien bekannt; für zahlreiche Indikationen fehlen noch große, gut kontrollierte klinische Studien, und Curcumin‑Infusionen sind keine standardisierte Kassenleistung oder allgemein anerkannte Therapie in Leitlinien.

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